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Die Werkstatt im Äußeren Pfaffengässchen 24 ist seit mehr als 40 Jahren der Arbeitsplatz von Urban Ehm. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt hat sich ihr Erscheinungsbild verändert. Die aufgeräumte Werkstätte des Bildhauers hat sich in eine bunte Schaubude verwandelt – ein Gesamtkunstwerk ist entstanden. Nichts ist zufällig dorf hineingeraten. Alles und jedes, das sich dort türmt, unter Holzstaub versteckt liegt, genügte einmal dem Blick des Künstlers, ging durch seine Hände und blieb, um eines Tages transformiert zu werden in ein Neues, Anderes, von ihm Gestaltetes. Und die Dinge , die er schuf, haben sich in den Vordergrund gedrängt und beherrschen die Szene

 

Eine bemerkenswerte Initiative hat sich – Sie verzeihen das profane Wort – flächendeckend über die Steiermark ausgebreitet. Am „Tag der offenen Ateliertür“,
der nun schon zum fünften Mal stattfindet, nehmen mehr als 270 Künstlerinnen und Künstler teil. Ihre Adressen sind in der neuen, aktualisierten Auflage dieser steirischen Kunstlandkarte erfaßt. Den Organisatoren ist zu diesem Erfolg zu gratulieren.
Als steirischer Kulturlandesrat habe ich schon bei meinem Amtsantritt betont, dass mir die Kulturvermittlung eines der wichtigsten Anliegen ist. Und was kann es
dazu besseres geben als das direkte Gespräch zwischen Künstler und Betrachter und den unmittelbaren Blick auf die künstlerische Arbeitsweise.
Den Künstlerinnen und Künstlern ist zu danken, dass sie diese intimen Einblicke erlauben. In diesem
Sinne wünsche ich der Aktion „Tag der offenen Ateliertür“ weiterhin viel Erfolg und
Ihnen allen – sei es als Besucher oder Gastgeber – spannende Begegnungen.

Dr. Christian Buchmann Kulturlandesrat


painters palette
 

Der Schritt über die Schwelle und das ‘Geheimnis der Umgebung’ (Alexander Liberman)

Dieses Jahr öffnen zweihundertsiebzig Kunstschaffende in Graz und der Steiermark für einen Tag die Türen zu ihren Ateliers, um an den Ort einzuladen, an dem ihre Visionen, Hoffnungen und Träume kreative Umsetzung finden. Der Schritt über die
Atelierschwelle, der Blick über die Schulter der Kunstschaffenden gewährt Einblick in eine Vielfalt an Ideen, Medien und Techniken, ermöglicht den Besuchern die Welt durch die Augen der KünstlerInnen zu sehen.
Die von mir am 15. Mai angebotenen Atelierführungen in Graz richten sich auf die Form und den Inhalt der geschaffenen Kunstwerke und sollen als Anstoss für eine
rege Auseinandersetzung mit ihnen dienen, zu einer Diskussion mit ihren SchöpferInnen animieren. Nach jahrelanger Tätigkeit auf dem Zürcher Kunstmarkt und in
London als Kunstkritikerin und Kuratorin für zeitgenössische Kunst, biete ich nun in Graz Vorträge zum Thema Kunst des 20./21. Jahrhunderts und geführte Atelierbesuche in Deutsch und Englisch an, siehe www.zugangkunst.com .

Carlotta Graedel Matthäi MA Kunsthistorikerin

„Der künstlerische Sinn ist zu gleicher
Zeit der Sinn, der uns den Menschen unmittelbar
in der Gegenwart erkennend
ergreifen lässt, so dass diese Erkenntnis
auch unmittelbare Lebenspraxis werden
kann“


Rudolf Steiner

Seid willkommen – kehrt ein!
Die Wiederkehr der Zeit öffnet die Türen sperrangelweit. Schleier fallen, Masken weichen,
Antlitz wird sichtbar, kunstbeseelte Menschen bereichern die Welt mit ihrer Sicht,
mit ihren Wirklichkeiten, mit ihren Träumen – Phantasien. Sinne und schöpferisch zaubernde
Hände formen und gestalten, vermitteln Innerstes, teilen mit den Staunenden ihr
Herzblut, beschenken dich Freundin, dich Freund der Künste, der Liebe und des Lebens
mit ihrer EigenART. Seid willkommen – kehrt ein!

Winfried Franz Ganster
Schreiber, Wanderer, Landvermesser
Passen Sie gut auf diesen Art Guide auf!
Er ist eine Schatzkarte. Sie führt uns an Orte, wo die Kunst atmet, lebt, tagtäglich gelebt wird. Mit Gold ist das nicht aufzuwiegen. Andreas PrücklerKleine Zeitung
Irgendwann irgendwo las ich den Satz: „Kunst hat mit Alarmanlagen zu tun.“ Wer immer ihn formulierte – er wusste nichts von den Tagen der offenen Tür.
Hier gibt es Kunst ohne Alarmanlagen. Es sei denn, man nennt die sinnlichen Signale der Kunst so.
Signale, die nach Peter Handke „eingeschlafene Seelen wecken“. Trübe Augen klären.
Verstopfte Ganglien durchputzen. Möglicherweise stimmt der eingangs zitierte Satz also doch. Und der Tag der offenen Tür ist ein Tag des unüberhörbaren Kunstalarms.

Walter Titz
Kulturredakteur